Dame in weißem Kleid mit blauen Bändern
Emmanuel de la Celle, Chevalier de Châteaubourg
Auf einem Balkon, einer Veranda oder vor einer Parkbalustrade ist die Dame auf der Miniatur aus dem Umkreis von Chateaubourg dargestellt. Während ihr Körper leicht nach links gewandt ist, schaut sie nach rechts, ihr Blick geht aus dem Bild hinaus in die Weite. Alles an dieser Miniatur vermittelt den Eindruck von Leichtigkeit, Beweglichkeit und Anmut. Fast scheint es, als habe die Porträtierte nur kurz Platz genommen, und der Maler habe den Moment genutzt, um sie in dieser Stellung festzuhalten.
Die im Handel Chateaubourg zugeschriebene Miniatur zeigt zwar Ähnlichkeiten mit Werken dieses Künstlers, maltechnische Details weisen jedoch darauf hin, dass sie nicht von seiner Hand stammt. Im Vergleich mit anderen Arbeiten Chateaubourgs ist die Pinselstruktur im Gesicht zu verschwommen, die Haare weisen keine linearen Höhungen in hellen Gouachefarben auf, und die Unterlider besitzen nicht die in Punkten angedeuteten Wimpern, die für die Werke dieses Künstlers typisch sind. Auch die lichte Gestaltung des Hintergrundes wäre eher untypisch.1
Die Darstellung zeichnet sich durch eine rasche und leichte Pinselführung aus. Unterstrichen wird die hohe Qualität dieser Miniatur durch die bis zu den Hüften reichende und auch die Hände wiedergebende Ansicht der Porträtierten.2
J. S. O.
Die im Handel Chateaubourg zugeschriebene Miniatur zeigt zwar Ähnlichkeiten mit Werken dieses Künstlers, maltechnische Details weisen jedoch darauf hin, dass sie nicht von seiner Hand stammt. Im Vergleich mit anderen Arbeiten Chateaubourgs ist die Pinselstruktur im Gesicht zu verschwommen, die Haare weisen keine linearen Höhungen in hellen Gouachefarben auf, und die Unterlider besitzen nicht die in Punkten angedeuteten Wimpern, die für die Werke dieses Künstlers typisch sind. Auch die lichte Gestaltung des Hintergrundes wäre eher untypisch.1
Die Darstellung zeichnet sich durch eine rasche und leichte Pinselführung aus. Unterstrichen wird die hohe Qualität dieser Miniatur durch die bis zu den Hüften reichende und auch die Hände wiedergebende Ansicht der Porträtierten.2
J. S. O.